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Glama

CI Release License: MIT Python 3.11+ DIN 5008


Andere Werkzeuge erzeugen ein PDF. falzmarke prüft das Ergebnis.

Du schreibst den Inhalt als Markdown. falzmarke setzt daraus einen Geschäftsbrief nach DIN 5008:2020 als PDF/A — und misst anschließend das fertige PDF nach. Sitzt die Falzmarke nicht auf 105,0 mm, endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief, der nur ungefähr stimmt.

falzmarke.com — Anleitung ohne Terminal · ⬇ Als Claude-Skill laden · In 60 Sekunden ausprobieren · Beispielbrief ansehen

Linux · macOS · Windows · 34 Maße je Seite · PDF/A-2b · MIT

English overview


In Bewegung

Ein Terminal zeigt den Musterbrief als Markdown, danach den Lauf von falzmarke render: PDF und Vorschau werden geschrieben, anschließend läuft der Messbericht durch und endet mit der Zeile, die die eingehaltenen Maße zählt.

Aufgezeichnet aus der echten CLI mit vhs; das Drehbuch steht in docs/marke/video/readme.tape. Ein Test hält den Mitschnitt gegen einen frischen Lauf, damit hier kein Terminal steht, das es so nie gab (tests/test_tape.py).


Related MCP server: md-mermaid-to-pdf-mcp

Was dabei herauskommt

Briefkopf, Anschriftfeld, Informationsblock und Betreff

Und was danach geprüft wird — Auszug aus dem Bericht, den jeder Lauf ausgibt:

OK    Falzmarke 1, y: soll 105.00 ist 105.00 (tol ±0.3)
OK    Infoblock, x-links: soll 125.00 ist 125.00 (tol ±0.5)
OK    Betreff, y-Oberkante: soll 98.47 ist 97.91 (tol -1.75/+0.6)
OK    Abstand Betreff → Anrede (2 Leerzeilen): soll 12.70 ist 12.70 (tol ±0.2)

Das sind vier von 33 Zeilen des Geometrieberichts. Der Film zeigt, wie die übrigen entstehen: Eine Linie fährt das Blatt ab und hält an jedem gemessenen Höhenmaß. Sie hält dort, wo die Messung es sagt — bei diesen Prüfungen ist der gemessene Wert zugleich die Stelle.

Ein Beispielbrief, daneben ein Textfeld. Eine grüne waagerechte Linie wandert von oben nach unten über das Blatt und hält nacheinander an acht Stellen: Rücksendeangabe bei 46,26 Millimetern, Infoblock bei 50,34, Anschrift erste Zeile bei 62,69 und letzte Zeile bei 77,86, Betreff bei 98,45, Falzmarke 1 bei 105,00, Lochmarke bei 148,50 und Falzmarke 2 bei 210,00. Bei jedem Halt stehen daneben der Name der Prüfung, Sollwert, gemessener Wert, Toleranz und das Wort eingehalten. Am Ende liegen alle acht Linien gleichzeitig auf dem Blatt und daneben steht: 33 von 33 Prüfungen eingehalten.

Acht der 33 Geometrieprüfungen tragen eine Höhe auf dem Blatt; die übrigen messen Breiten, Abstände und Eigenschaften ohne Ort auf der Seite. Die Zahl 34 weiter oben zählt eine mehr: Nach einem render sieht die CLI zusätzlich die PDF/A-Konformität nach, und die liegt auf keinem Millimeter. Beide Zahlen stimmen, sie zählen Verschiedenes.

Keine Zahl im Film ist abgetippt — sie kommen alle aus verify --json, und tests/test_messfilm.py hält den Film gegen einen frischen Messlauf. Verschiebt jemand die Falzmarke um 2 mm, muss der betroffene Halt rot werden; tut er es nicht, schlägt der Test fehl.

Die erste Zeile des Berichts oben spricht von einem Strich, den man auf einem Vorschaubild kaum sieht — er ist 0,25 pt stark. Vergrößert sieht die Stelle so aus:

Ausschnitt vom linken Rand eines Briefes, sechs mal vier Millimeter groß: Eine gestrichelte grüne Hilfslinie markiert die Sollposition bei 105,00 Millimetern und geht auf gleicher Höhe in die kurze schwarze Falzmarke über, die knapp die halbe Bildbreite einnimmt. Daneben das ganze Blatt verkleinert, mit einem Rahmen um die vergrößerte Stelle. Darunter steht die gemessene Position 105,00 Millimeter.

Dort wird der Bogen gefaltet, damit die Anschrift im Fensterumschlag steht. Sitzt die Marke falsch, faltet der Stapel falsch — und das fällt erst nach dem Druck auf.

Das Problem

Eine Briefvorlage kann nicht prüfen, ob das Ergebnis stimmt. Sie wird kopiert, jemand verschiebt eine Zeile, und der Fehler fällt erst am fertigen Stapel auf: Die Anschrift steht nicht mehr im Fensterausschnitt, alles muss neu gedruckt und kuvertiert werden — und wer mit Automationsrabatt einliefert, verliert ihn für diese Sendung.

Sprachmodelle verschärfen das. Sie formulieren gut, aber sie können keinen Text auf 45,0 mm setzen. Wer einen Brief von einer KI schreiben lässt, bekommt zuverlässig guten Inhalt in unzuverlässigem Layout.

Und ein Renderer kann ebenfalls Fehler haben — auch dieser hier.

Deshalb trennt falzmarke drei Dinge: Inhalt kommt als Markdown, lesbar und versionierbar. Das Layout setzt ein Renderer, der es immer gleich macht. Und die Prüfung misst das fertige PDF, statt dem Renderer zu glauben.

Warum nicht einfach Word oder ein Prompt?

Verglichen wird der typische Arbeitsablauf, nicht das Werkzeug an sich — mit einer sorgfältig gepflegten Vorlage lässt sich vieles davon erreichen.

Vorlage in Word / LibreOffice

Brief direkt von einer KI

falzmarke

Quelle diffbar und versionierbar

teilweise

selten

ja — Markdown und YAML

Layout reproduzierbar

hängt an Vorlage und Umgebung

nicht zugesichert

ja — derselbe Renderer, dieselbe Ausgabe

Fertiges PDF wird nachgemessen

nein

nein

ja — 34 Maße, jede Seite, Abweichung ist ein Fehler

Absenderprofile

von Hand gepflegt

uneinheitlich

ja — einmal anlegen, überall nutzen

Prüfbericht maschinenlesbar

nein

nein

ja — --json und Exit-Codes

PDF/A als Voreinstellung

nicht automatisch

nicht zugesichert

ja — ohne zusätzliches Flag

Was du davon hast

  • Der Brief sitzt im Fensterumschlag — Anschriftfeld, Falz- und Lochmarken werden am fertigen PDF vermessen, nicht beim Setzen angenommen.

  • Änderungen bleiben nachvollziehbar — Markdown und YAML sind Textdateien. Ein Diff zeigt, was sich geändert hat; das PDF ist Ergebnis, nicht Quelle.

  • Ein Auftritt, viele Briefe — Profile bündeln Briefkopf, Fußzeile, Logo, Farben und Voreinstellungen. Auch die Unterschrift, je Brief überschreibbar.

  • Fehler sind maschinenlesbar — eigene Exit-Codes für Eingabe-, Geometrie- und Umgebungsfehler, dazu --json. Damit läuft es in CI und in Automatisierungen.

  • Für Langzeitarchivierung ausgelegt — im Normalfall entsteht ein PDF/A-2b ohne zusätzliches Flag, wird eine Datei eingebettet — jede Rechnung tut das —, entsteht stattdessen ein PDF/A-3b (ADR 0033). Dass die Datei die behauptete Stufe wirklich einhält, sagt nicht dieses Werkzeug, sondern veraPDF — die Referenzimplementierung der PDF Association, in CI bei jedem Push. Optional PDF/UA-1 mit --pdfua, ebenfalls dort geprüft.

  • Im Gespräch oder im Terminal — als Claude-Skill oder als CLI, ohne Systeminstallation.

Woran man sieht, dass es stimmt

Das ist der Teil, an dem sich das Versprechen entscheidet — deshalb steht er vor der Installation.

  • Gemessen wird das fertige PDF, nicht die Eingabe. verify liest das erzeugte Dokument mit pdfplumber und vergleicht Zonen, Marken und Abstände gegen die Sollwerte.

  • Jede tragende Prüfung hat eine Gegenprobe. Sie läuft gegen ein absichtlich verschobenes Layout und muss dort anschlagen — ein Prüfmittel, das nie rot werden kann, wäre kein Nachweis. Das gilt auch für das Bild oben: Es entsteht zweimal, einmal aus dem ausgelieferten Layout und einmal aus einem, in dem die Marke 2 mm zu tief sitzt.

    Ein wechselndes Bild desselben Ausschnitts. Im ersten Zustand liegt die Falzmarke auf der
gestrichelten Sollinie bei 105,00 Millimetern, darunter steht 105,00 Millimeter und der Hinweis,
dass so ausgeliefert wird. Im zweiten springt die Marke deutlich nach unten, die Sollinie bleibt
wo sie war, darunter steht 107,00 Millimeter und der Hinweis, dass verify hier anschlägt.

    Unterscheiden sich die beiden Ausschnitte nicht, zeigt der Ausschnitt die Marke gar nicht — dann ist das Bild oben wertlos, und tests/test_detailbild.py schlägt fehl.

  • CI auf Linux, macOS und Windows, bei jedem Push.

  • Ein Frischinstallations-Test führt die Befehle aus dieser README wirklich aus. Hier steht kein Befehl, den niemand ausprobiert hat.

  • Alle Beispielbriefe werden in CI gerendert und vermessen.

  • Die PDF-Konformität bestätigt ein fremdes Werkzeug. Alles andere auf dieser Liste misst mit demselben Code, der das PDF erzeugt hat — das belegt Selbsttreue, nicht Konformität. veraPDF hat den Brief nicht geschrieben und teilt keine Zeile mit dem Renderer. Geprüft wird, was die Datei selbst deklariert, auf der ausgelieferten Datei, mit Prüfsummen-Abgleich — und mit einer Gegenprobe, die ein absichtlich nicht-konformes PDF durchfallen lässt (scripts/pdf_konformitaet.py).

  • Die Layoutbasis ist vendort und prüfsummengesichert — vendor/README.md.

Zwei Aussagen, die gern verwechselt werden, hält das Projekt auseinander:

Der Sollwert ist fachlich belegt und der Verifier erkennt eine Abweichung davon sind verschiedene Dinge. Das Zweite ist bewiesen. Das Erste hat Grenzen.

Woher die Sollwerte stammen: Maße und Schreibregeln folgen öffentlich dokumentierten Quellen (Liste in skill/references/din5008.md); der Abgleich mit dem Originaltext der DIN 5008:2020-03 einschließlich Berichtigung 1:2020-07 steht aus. Regeln aus einzelnen Quellen wirken nur als Warnung. Welche Regel worauf beruht, steht in der Quellenlage je Regel; was daraus rechtlich folgt, in docs/recht.md.

python3 -m pytest -q

Sicherheit

Genannt wird nur, was im Code steht und geprüft ist. falzmarke ist nicht unabhängig auditiert — Sicherheitsrelevantes bitte nach SECURITY.md, nicht als Issue.

  • Verarbeitung bleibt lokal. Der Renderpfad importiert keine Netzwerkbibliothek.

  • YAML wird ausschließlich mit safe_load gelesen — an jeder Stelle, auch beim eingebetteten Profil.

  • Markdown läuft gegen eine Positivliste von Knotentypen. Was nicht daraufsteht, ist ein Fehler mit Zeilenangabe — nie ein stilles Durchreichen.

  • Brieftext wird nie zu Typst-Code. Der Emitter übergibt ihn als maskierte Zeichenkette; Sonderzeichen können die Struktur nicht verlassen.

  • Profil- und Briefdateien bleiben in ihrem Ordner. Logo, Unterschrift und eigener Briefkopf dürfen nicht darüber hinauszeigen, Symlinks werden aufgelöst (Gegenproben).

  • Typst läuft auf ein eigenes Wurzelverzeichnis begrenzt, Systemschriften sind abgeschaltet.

  • Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — THIRD_PARTY_LICENSES.md.

  • Die CI-Aktionen hängen an vollständigen Commit-SHAs, nicht an verschiebbaren Tags.

Das Release-Asset lässt sich auf seine Herkunft prüfen:

gh attestation verify falzmarke.skill --repo blitzsicht/falzmarke

Das belegt, aus welchem Lauf und welchem Commit die Datei stammt — nicht, dass sie fehlerfrei ist. Die SHA-256-Summe steht in der Release-Notiz und als falzmarke.skill.sha256 daneben.

In 60 Sekunden

Vier Wege, und sie können nicht dasselbe:

Weg

rendert ohne Netz

Größe

wofür

falzmarke.skill hochladen

nein, der erste Lauf lädt nach

~0,8 MB

claude.ai — der Upload-Dialog nimmt höchstens 30 MB

falzmarke-offline.skill

ja — der Typst-Compiler reist mit

~34 MB

Sandboxen ohne PyPI-Zugriff; zu groß für den Upload-Dialog

pipx / uvx

nein, der erste Lauf lädt nach

~1 MB

Terminal

Repository klonen

nein, der erste Lauf lädt nach

~1 MB

Mitarbeit am Werkzeug

Die beiden Skill-Pakete unterscheiden sich in genau einer Datei: Das Offline-Paket trägt das typst-Wheel in vendor/, das schlanke nicht. Warum es zwei sind und nicht eines, steht in skill/vendor/README.md.

Mit Claude

  1. falzmarke.skill herunterladen

  2. In Claude unter Einstellungen › Capabilities hochladen (Tarif mit Code-Ausführung nötig). Für Claude Code genügt ein Symlink:

    ln -s "$PWD/skill" ~/.claude/skills/falzmarke
  3. „Schreib einen Brief an die Muster GmbH, Angebot über …"

Im Terminal

uvx falzmarke init brief.md --profil example --betreff "Angebot Nr. 2026-0815"

oder dauerhaft installiert, danach genügt falzmarke render brief.md --png:

pipx install falzmarke

Das Paket liegt auf PyPI. Wer den unveröffentlichten Stand von main will, nimmt weiterhin die Adresse:

pipx install git+https://github.com/blitzsicht/falzmarke

Der Typst-Compiler kommt als Python-Wheel mit: keine Systeminstallation, kein LaTeX, kein wkhtmltopdf, keine Schriftinstallation.

In einem Repository voller Briefe

Wer seine Briefe versioniert, lässt sie bei jedem Push setzen und nachmessen:

- uses: blitzsicht/falzmarke@main
  with:
    briefe: "briefe/*.md"
    profile: "profile"

Die PDFs hängen danach als Artefakt am Lauf. Hält ein Brief die Maße nicht ein, wird der Lauf rot und nennt Datei und Maß — ein Serienbrief-Archiv merkt einen verrutschten Betreff damit beim Push und nicht beim Empfänger. Die Eingaben stehen in action.yml; die Aktion installiert falzmarke von PyPI und baut keine zweite Installationsstrecke auf. Wer den Lauf nachfahrbar halten will, nennt eine feste Fassung: paket: "falzmarke==0.7.3".

In einem anderen KI-Client

falzmarke spricht MCP — damit setzen auch Clients Briefe, die keinen Claude-Skill kennen.

pip install 'mcp>=2,<3'          # das SDK ist nicht in der Grundausstattung
falzmarke mcp                    # Server über stdio

Der Server steht im offiziellen MCP-Registry unter io.github.blitzsicht/falzmarke. Die Zeile im Kommentar darüber ist kein Schmuck: Das Registry prüft damit, dass dieses PyPI-Paket zu diesem Servernamen gehört — es liest die Projektbeschreibung auf PyPI, und die ist diese Datei.

Vier Werkzeuge: brief_rendern, email_setzen, brief_pruefen, profile_auflisten. Der Messbericht kommt bei jedem Rendern mit — ein Dienst, der ein PDF zurückgibt und offenlässt, ob die Maße stimmen, wäre ein PDF-Generator wie jeder andere.

Im Container — so bauen ihn auch die MCP-Verzeichnisse, das Dockerfile liegt im Wurzelverzeichnis:

git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git && cd falzmarke
docker build -t falzmarke-mcp .
docker run --rm -i falzmarke-mcp   # `-i` ist nötig: der Server liest von stdin

Das Absenderprofil darf als Objekt im Aufruf stehen. Ein Client ohne Zugriff auf das Dateisystem des Servers kann so seinen eigenen Absender mitgeben, statt mit den Profilen zu leben, die dort zufällig liegen.

Was der Dienst nicht tut: versenden, ablegen, zustellen. Er setzt und prüft (ADR 0029).

git clone https://github.com/blitzsicht/falzmarke.git
cd falzmarke
python3 skill/scripts/bootstrap.py
python3 skill/scripts/falzmarke.py render examples/brief-form-b.md --png

Einen Brief schreiben

---
profil: example
empfaenger:
  - Muster GmbH
  - Frau Erika Muster
  - Musterstraße 1
  - 12345 Musterstadt
datum: 2026-08-25
betreff: Angebot Nr. 2026-0815 über die Neugestaltung Ihrer Website
anrede: Sehr geehrte Frau Muster,
anlagen:
  - Angebot 2026-0815
---
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2026. Anbei erhalten Sie unser Angebot.

Die Umsetzung dauert ab Ihrer Freigabe **sieben Werktage**.
python3 skill/scripts/falzmarke.py render brief.md --png

Alle Felder stehen im Datenvertrag. Ein Feld, das dort nicht steht, bricht mit Zeilennummer und Vorschlag ab — es wird nie stillschweigend verworfen.

Was im Brieftext erlaubt ist

Der Text unter dem Frontmatter ist falzmarke-Markdown, eine dokumentierte Teilmenge von CommonMark:

Das geht

Das erledigt falzmarke selbst

Absätze, **fett**, *kursiv*

§ 5 mit geschütztem Leerzeichen

Aufzählungen und nummerierte Listen

-- wird zum Halbgeviertstrich – so

Harter Umbruch mit \ am Zeilenende

"Wort" wird zu „Wort“

Pipe-Tabellen mit Ausrichtung

Abkürzungen (z. B.), Datum (25. August), Einheiten (10 %, 5 kg) und Kürzel vor einer Angabe (Tel., Nr.) setzt falzmarke nicht von selbst: Keine dieser Regeln steht auf mehr als einer Quelle, die etwas dazu sagt — bei Abkürzungen und Datum trägt nur Wikipedia, die zweite volle Quelle schweigt (#31). Deshalb warnt lint, statt zu ersetzen. Es meldet die Stelle mit Zeile — dann setzt du das Leerzeichen selbst, mit &nbsp; (5&nbsp;km). Welche Regeln mehrfach belegt sind, steht in der Tabelle Quellenlage je Regel.

Links, Bilder und HTML sind Fehler — mit Zeile, Grund und Korrektur, nie stillschweigend. Auf Papier gibt es keinen Link, und ein Bild im Fließtext verschöbe die Geometrie, die danach gemessen wird.

Zwischenüberschriften (# bis ####), tiefere Aufzählungen, Blockzitate und wortgetreue Auszüge gibt es für lange Schreiben: dialekt: "1.1" im Frontmatter schaltet sie frei. Ein Auszug bleibt Zeichen für Zeichen stehen — keine typografischen Ersetzungen, kein Umbruch, keine Einfärbung, und nichts darin wird ausgeführt. Ohne das Feld gilt Fassung 1.0, und ein bestehender Brief rendert unverändert.

Die vollständige Liste: falzmarke-Markdown.

Dieselbe Datei als E-Mail

Ein Schreiben mit typ: email im Frontmatter wird keine PDF-Seite, sondern eine .eml — dieselbe Quelle, dasselbe Profil, dieselbe Signatur.

falzmarke email nachricht.md --html
OK  geschrieben: nachricht.eml
OK  geschrieben: nachricht.html
OK  verify: 22/22 Prüfungen bestanden

Die .eml öffnet das Mailprogramm, die .html der Browser. Mit --oeffnen legt falzmarke auf macOS gleich einen Entwurf an — Empfänger, Betreff, Rumpf und Anhänge, mit Senden-Knopf, und erst nach bestandener Prüfung. Wo dieser Weg nicht gemessen ist (Windows, Linux, Apple Mail), wird die Datei übergeben; sie erscheint dort als Lesefenster, nicht als Entwurf, und das ist eine Eigenschaft des Formats. Geprüft wird die fertige Datei: MIME-Aufbau, format=flowed, Space-Stuffing, die Signaturtrennzeile, und ob im HTML nichts steht, was dort nicht hingehört — kein Skript, kein externes Stylesheet, kein Zählpixel, keine Tabelle als Layout. falzmarke verify --email misst auch Dateien, die von woanders kommen.

falzmarke versendet nichts. Es gibt keinen Versandbefehl und keine Option, die sendet: Wer eine Datei erzeugt, haftet für ihren Inhalt; wer sie befördert, für Zustellung und Nachweis. Das sind zwei Versprechen, und falzmarke gibt nur das erste (ADR 0034). Der Entwurf ist davon nicht berührt und geht keinen Schritt weiter: Entwurf ja, Senden nie — im Steuerskript steht kein Versandbefehl, und ein Test misst das am ganzen Paket (ADR 0038).

Wie die Datei aufgebaut ist, was bewusst fehlt und wo die Grenzen liegen: Die E-Mail-Fassung. Vier Beispiele liegen unter examples/email/.

Rechnungen: ZUGFeRD und XRechnung

Ein Schreiben mit typ: rechnung wird wie ein Brief gesetzt und trägt zugleich einen Datensatz, den keine Person liest: An Firmen geht die Rechnung als PDF mit eingebetteter ZUGFeRD-XML, an Behörden geht dieselbe Rechnung als reine XRechnung-XML, ohne PDF.

falzmarke render rechnung.md                 # PDF/A-3b mit eingebetteter ZUGFeRD-XML
falzmarke xml xrechnung.md -o rechnung.xml   # nur die XML, für eine Behörde

Abgenommen wird das Ergebnis nicht von falzmarke selbst, sondern von zwei fremden Werkzeugen in der CI: Mustang 2.26.0 prüft PDF und eingebettete XML gegen die Schematron-Regeln der jeweiligen Fassung, der KoSIT-Validator 1.6.3 prüft eine XRechnung ein zweites Mal mit der amtlichen Konfiguration.

falzmarke rechnet nicht. Es überträgt Positionen, Steuersätze und Summen aus der Quelle, ohne sie zu bilden — es vergibt keine Rechnungsnummern, bucht nicht, mahnt nicht und versendet nichts. Was das im Einzelnen heißt und was ausdrücklich nicht behauptet wird: Rechnungen mit falzmarke.

Beispiele

Standardbrief

Einschreiben

Mehrseitig

Form B

Vermerkzone

Folgeseiten

Form B mit Informationsblock

Zusatz- und Vermerkzone

Kopfzeile und Seitenzählung

Dazu Form A, Auslandsanschrift, Tabelle, ein Brief mit langem Informationsblock und einer mit englischer Beschriftung (sprache: en — deutsche Maße, englische Wörter) — alle Beispiele und ihre vollständigen Renderings.

Grenzen

  • falzmarke-Markdown (CommonMark-Teilmenge): Absätze, fett, kursiv, Aufzählungen, nummerierte Listen, harter Umbruch, Pipe-Tabellen. Alles andere bricht mit Zeilenangabe ab, statt still etwas anderes zu setzen.

  • Zonengrößen der Norm: Anschrift höchstens 6 Zeilen, Vermerke höchstens 3, Werte im Informationsblock höchstens 21 Zeichen.

  • Keine Bilder im Fließtext — ein Logo gehört ins Profil.

  • Nur DIN 5008. Schweiz (SN 010130) und Österreich (ÖNORM A 1080) sind vorgemerkt (#10); das Frontmatter-Feld norm: ist dafür reserviert.

  • Keine Signatur. Das Unterschriftsbild ist Erscheinungsbild, kein Nachweis. Eine kryptografische Signatur ist Gegenstand von #14.

Weiterlesen

Befehle

alle Unterbefehle, Exit-Codes, was geprüft wird

Absenderprofile

Profil anlegen, Suchreihenfolge, eigener Briefkopf

Die E-Mail-Fassung

Aufbau der .eml, ihre Teile und Grenzen

Rechnungen mit falzmarke

ZUGFeRD, XRechnung, was geprüft wird und was nicht

Datenvertrag

jedes Frontmatter-Feld mit Beispiel

falzmarke-Markdown

was im Brieftext möglich ist

Normmaße und Quellenlage

Sollwerte und ihre Herkunft

Was falzmarke behauptet — und was nicht

Grenzen der Normaussage

Aufbau des Repositorys

Schichten, Vendoring, warum das Paket unter skill/ liegt

Roadmap

in welcher Reihenfolge gearbeitet wird, und was noch offen ist

Changelog · Releases

was sich geändert hat

Mitmachen

Fehlerberichte und Vorschläge sind willkommen — siehe CONTRIBUTING.md. Bei einem Geometriefehler bitte die Ausgabe von verify mitschicken; ohne sie lässt sich nicht unterscheiden, ob das Layout oder die Messung danebenliegt.

Sicherheitsrelevantes bitte nicht als Issue, sondern nach SECURITY.md.

Herkunft und Dank

Markdown wurde 2004 von John Gruber gemeinsam mit Aaron Swartz entworfen. Die Spezifikation dazu ist CommonMark (John MacFarlane und Mitwirkende). falzmarke setzt eine dokumentierte Teilmenge davon um — falzmarke-Markdown — und weicht an drei Stellen bewusst ab: HTML wird nie durchgereicht, Links werden nie gesetzt, und eine einzelne 2. Text-Zeile ohne weitere Listenpunkte wird gemeldet — gesetzt mit erhaltenem Startwert, damit nichts still umnummeriert wird.

Das Seitenlayout stammt von typst-letter-pro (MIT) von Sematre und ist unverändert vendort — Prüfsumme in vendor/README.md. falzmarke ergänzt die Schicht darüber: Datenvertrag, Profile, Markdown-Eingabe, Messung und den Skill.

Gesetzt wird mit Typst (Apache-2.0), geparst mit markdown-it-py (MIT), gemessen mit pdfplumber (MIT) und pypdf (BSD-3). Schriften: Libertinus und Source Sans 3 (beide OFL 1.1). Die vollständige Aufstellung samt der Begründung, warum PyMuPDF (AGPL-3.0) ersetzt wurde, steht in THIRD_PARTY_LICENSES.md.

Alle Abhängigkeiten des Programms sind permissiv lizenziert — falzmarke lässt sich damit auch in geschlossene Systeme einbauen. Nicht permissiv ist allein Remotion, womit der Erklärfilm gerendert wird: am Programm ist es nicht beteiligt und wird nicht mitgeliefert.

DIN 5008 ist eine Norm des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. falzmarke ist kein Produkt des DIN, steht in keiner Verbindung zum DIN und behauptet keine Zertifizierung. Wie die Maße gemessen wurden, steht in docs/normmasse.md.

Was sich zuletzt getan hat

Die letzten zwei Versionen im Wortlaut. Erzeugt aus CHANGELOG.md — dort ändern, dann python3 scripts/changelog.py.

v0.9.11 — 26.09.2026

Behoben

  • falzmarke lässt sich wieder ins MCP-Registry eintragen. Das Registry lehnte den Eintrag bei v0.9.9 und v0.9.10 ab, weil die Beschreibung in server.json 139 Zeichen hatte und das Schema höchstens 100 zulässt. Die neue Beschreibung ist kürzer, und ein Test hält die Grenze vor jedem Release fest, statt dass es erst im Release-Lauf nach dem PyPI-Upload auffällt. (#365)

v0.9.10 — 26.09.2026

Behoben

  • Ohne PyPI verweist der Skill auf das Offline-Paket, statt abzubrechen. In einer Sandbox ohne Zugang zu PyPI, zum Beispiel in ChatGPT, endete die Einrichtung mit „abbrechen“. Dabei lag der Ausweg im selben Release: falzmarke-offline.skill bringt den Typst-Compiler mit. SKILL.md und die Fehlermeldung von bootstrap.py nennen jetzt dieses Paket samt Adresse. (#360)

  • Die Einrichtung holt von PyPI, was zu bekommen ist, auch wenn ein Paket fehlt. bootstrap.py installierte alle fehlenden Pakete in einem einzigen pip-Aufruf. Fehlte eines davon im Paketspiegel, brach pip ab und installierte auch alle anderen nicht. In ChatGPT fehlten so zwei Pakete, obwohl nur typst dort nicht zu bekommen war. Jetzt wird jedes Paket einzeln installiert, wie schon beim mitgelieferten Vorrat, und die Meldung nennt nur noch, was tatsächlich fehlt, samt der pip-Zeile dazu. (#361)

Davor liegen 29 weitere Versionen — der vollständige Verlauf steht in CHANGELOG.md.

Lizenz

MIT

Related MCP Connectors

Related MCP Servers